ZENTRALE HILFE · DETAILDOKUMENTATION
Lohnabrechnung
INVOMASTER ANLEITUNG · RELEASE-DOKUMENTATION

Lohnabrechnung

Fertig
Überblick: Was die Lohnabrechnung jetzt erledigtNavigation im ModulErsteinrichtung - richtige ReihenfolgeArbeitgeber- und Abrechnungseinstellungen - jedes FeldMitarbeiter zuerst im normalen Mitarbeiter-Modul vorbereitenLohnstammdaten und Gültig-ab-HistorisierungBeschäftigungsart auswählenAbrechnungsart und GrundentgeltSteuerdaten - Feld für FeldSozialversicherung - Feld für FeldPflegeversicherung und KinderMinijob vollständig einrichtenMidijob / ÜbergangsbereichPrivate Kranken- und PflegeversicherungKurzfristige Beschäftigung - vollständige PrüfschritteBankdaten für die AuszahlungWiederkehrende Lohnarten anlegenArbeitszeitdaten für die LohnabrechnungUrlaub und KrankheitBeitragsfreie bzw. besondere UnterbrechungenLohnperiode anlegenAbrechnungsvorschau aufbauen und lesenManuelle Lohnpositionen und EinmalzahlungenVortragswerte bei unterjährigem Start / SystemwechselEintritt, Austritt und TeilmonatsberechnungSystemprüfung - vor jedem ersten ProduktivlaufMonat festschreibenKorrektur einer bereits abgerechneten PeriodePDF-Lohnabrechnung und LohnjournalZahlungslisten und AuszahlungAutomatische BuchhaltungsübergabeDEÜV - was InvoMaster vorbereitetELStAM - Anmeldung und MerkmaleeAU - Krankheit und RückmeldungenLohnsteuer-AnmeldungBeitragsnachweiseAAG U1/U2 - ErstattungsfälleEEL / EntgeltersatzleistungenJahresabschluss LohnLohnsteuerbescheinigungUV-JahresmeldungeuBP-VorbereitungMonatlicher Standardablauf - vollständige ChecklisteJahreswechsel - vollständige ChecklisteTypische Fehler und was zu tun istEmpfohlene Abnahmetests vor dem ersten echten LohnlaufFachstand 2026 und Grenzen der Automatik
01

Überblick: Was die Lohnabrechnung jetzt erledigt

Das Modul Lohnabrechnung führt die vorhandenen Mitarbeiter-, Arbeitszeit- und Abwesenheitsdaten mit den lohnsteuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Stammdaten zusammen. Der normale Monatslauf geht von der Datenprüfung über Brutto, Steuer und Sozialversicherung bis zu Netto, Arbeitgeberkosten, PDF, Zahlung, Buchhaltung und den vorbereiteten Meldedaten.

Wichtig: Die interne Berechnung und Vorbereitung der Meldedaten ist Bestandteil des Moduls. Der tatsächliche elektronische Versand von DEÜV/eAU/EEL/AAG und weiteren Arbeitgeberverfahren darf erst über den vorgeschriebenen zugelassenen bzw. systemgeprüften Übertragungsweg produktiv freigeschaltet werden. InvoMaster setzt ohne diesen Weg keinen fingierten Versandstatus.
  • Der Anwender arbeitet im Normalfall nur die blockierenden Punkte der Systemprüfung ab.
  • Festgeschriebene Abrechnungen werden nicht still überschrieben. Korrekturen laufen als nachvollziehbare Korrekturfolge.
  • Zeitdaten, Urlaub und Krankheit werden aus den vorhandenen Mitarbeiterbereichen übernommen; sie werden nicht doppelt in der Lohnabrechnung gepflegt.
  • Für 2026 sind Lohnsteuer und Sozialversicherung versioniert hinterlegt. Fachliche Regeln sind bei späteren Releases erneut zu prüfen.
03

Ersteinrichtung - richtige Reihenfolge

  1. Im normalen Mitarbeiter-Modul alle Mitarbeiter anlegen und Personendaten, Eintritt/Austritt, Arbeitszeitmodell und Bankdaten kontrollieren.
  2. Im Modul Lohnabrechnung -> Einstellungen den Arbeitgeber vollständig einrichten.
  3. Im Modul Lohnabrechnung -> Lohnstammdaten jeden abzurechnenden Mitarbeiter vollständig öffnen und alle Lohn-, Steuer- und SV-Felder pflegen.
  4. Bei Stundenlohn die individuellen Arbeitstage und Sollstunden im Mitarbeiterbereich kontrollieren.
  5. Wiederkehrende Zulagen, Zuschläge, Sach-/Nettoelemente als Lohnarten zuordnen.
  6. Unter Systemprüfung einen ersten Prüflauf durchführen und sämtliche blockierenden Punkte beseitigen.
  7. Erst danach die erste Lohnperiode anlegen und eine Vorschau rechnen.
04

Arbeitgeber- und Abrechnungseinstellungen - jedes Feld

Pfad: Lohnabrechnung -> Einstellungen. Diese Werte gelten für den Betrieb und beeinflussen Berechnung, Meldungen, Jahresabschluss und Prüfungen.

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
Betriebsnummer internInterne/arbeitsgeberbezogene Betriebsnummer, soweit im Betrieb verwendet.
SteuernummerSteuernummer des Arbeitgebers für lohnsteuerliche Vorgänge.
FinanzamtBezeichnung des zuständigen Finanzamts.
Finanzamt-NummerAmtliche Nummer des Finanzamts, soweit für das Verfahren erforderlich.
BundeslandMuss zum Betrieb passen; beeinflusst unter anderem die Kirchensteuerlogik und Sonderregeln.
BerufsgenossenschaftZuständiger Unfallversicherungsträger.
BG-MitgliedsnummerMitglieds-/Unternehmenszuordnung bei der Berufsgenossenschaft.
GefahrtarifstelleStandard-Gefahrtarifstelle; Mitarbeiter können abweichend gepflegt werden.
Lohnsteuer-Anmeldungmonatlich, vierteljährlich oder jährlich entsprechend der tatsächlichen Vorgabe des Finanzamts.
DEÜV-Vorbereitung aktivAktiviert die interne Vorbereitung der DEÜV-Datensätze.
AbrechnungstagBetrieblicher Tag, an dem der Lohnlauf regelmäßig vorbereitet wird.
Teilmonatsberechnung30stel, Kalendertage oder Arbeitstage. Diese Entscheidung bestimmt die Kürzung eines Monatsgehalts bei Teilmonaten.
Betriebsnummer BeschäftigungsbetriebAchtstellige Betriebsnummer des Beschäftigungsbetriebs. Die Systemprüfung kontrolliert das Format.
Betriebsnummer AbrechnungsstelleAchtstellige Nummer der Abrechnungsstelle, soweit abweichend bzw. erforderlich.
Steuernummer BetriebsstätteSteuernummer der lohnsteuerlichen Betriebsstätte, soweit erforderlich.
Meldewesen AnsprechpartnerInterne Person für Rückfragen zum Arbeitgebermeldewesen.
Meldewesen TelefonTelefon des Meldewesen-Ansprechpartners.
Meldewesen E-MailE-Mail des Meldewesen-Ansprechpartners.
UV-BetriebsnummerAchtstellige Betriebsnummer für die Unfallversicherung.
UV-Unternehmensnummer15-stellige Unternehmensnummer für UV-Jahresmeldungen.
UV-PIN sicher hinterlegtNur markieren, wenn die PIN tatsächlich außerhalb des frei sichtbaren Hilfetexts sicher hinterlegt ist.
Landwirtschaftlicher BetriebNur aktivieren, wenn der Betrieb fachlich tatsächlich darunter fällt; beeinflusst Sonderprüfungen kurzfristiger Beschäftigung.

Danach: „Einstellungen speichern“ drücken und anschließend die Systemprüfung erneut ausführen.

05

Mitarbeiter zuerst im normalen Mitarbeiter-Modul vorbereiten

Die Lohnabrechnung ersetzt nicht die allgemeinen Personendaten. Vor dem Lohnstamm müssen im Mitarbeiter-Modul mindestens Name, Personalnummer, Eintritt/Austritt, Beschäftigung, Arbeitszeitmodell und die für Zeiterfassung/Abwesenheiten benötigten Daten plausibel sein.

  • Eintrittsdatum bestimmt, ab wann der Mitarbeiter in einem Lohnmonat berücksichtigt wird.
  • Austrittsdatum begrenzt den letzten abrechenbaren Zeitraum.
  • Die individuelle Arbeitswoche wird für Krank-/Urlaubsstunden und bei Teilmonatsmethode „Arbeitstage“ verwendet.
  • Bestätigte Arbeitszeiten fließen in Stundenlohn und zeitabhängige Lohnarten.
  • Ungeprüfte Arbeitszeiten oder Abwesenheiten können die Festschreibung blockieren.
06

Lohnstammdaten und Gültig-ab-Historisierung

Pfad: Lohnabrechnung -> Lohnstammdaten. Jeder Mitarbeiter lässt sich aufklappen. Das Feld Gültig ab ist entscheidend.

  1. Ändert sich eine lohnrelevante Information erst ab einem bestimmten Monat, das tatsächliche Gültig-ab-Datum eintragen.
  2. Besteht für genau dieses Datum bereits ein Lohnstamm, wird dieser aktualisiert.
  3. Beginnt eine neue Gültigkeit, beendet InvoMaster den vorherigen aktiven Stand zum Vortag und legt einen neuen Stand an.
  4. Alte festgeschriebene Abrechnungen verwenden damit weiterhin den historischen Stand.
Nicht machen: Eine Gehaltserhöhung ab September nicht rückwirkend in einen Januar-Stammsatz schreiben. Immer mit dem tatsächlichen Gültig-ab-Datum speichern.
07

Beschäftigungsart auswählen

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
vollzeitNormales sozialversicherungspflichtiges Vollzeit-Arbeitsverhältnis.
teilzeitNormales Arbeitsverhältnis mit reduzierter vertraglicher Arbeitszeit.
minijobGeringfügig entlohnte Beschäftigung; eigene Minijob-Prüfungen und Pauschalabgaben.
midijobBeschäftigung im Übergangsbereich; 2026 grundsätzlich 603,01 EUR bis 2.000 EUR regelmäßiges Monatsentgelt.
aushilfeAushilfe, sofern sie nicht fachlich als Minijob/kurzfristig eingestuft werden muss.
azubiAuszubildender. Besonderheiten der Personengruppe/Beiträge müssen korrekt hinterlegt sein.
werkstudentWerkstudent; korrekte SV-Schlüssel sind zwingend.
praktikantPraktikum; die konkrete Versicherungs-/Steuerbehandlung muss den tatsächlichen Umständen entsprechen.
rentnerRentnerbeschäftigung; Beitragsgruppen/Personengruppe fachlich korrekt pflegen.
kurzfristigKurzfristige Beschäftigung; zusätzliche dokumentierte Prüfungen sind Pflicht.
sonstigeNur verwenden, wenn die fachliche Zuordnung mit den gewählten Steuer-/SV-Schlüsseln eindeutig ist.
08

Abrechnungsart und Grundentgelt

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
monatsgehaltMonatsgehalt eintragen. Bei Eintritt/Austritt oder bestätigten unbezahlten Unterbrechungen kann die gewählte Teilmonatsmethode kürzen.
stundenlohnStundenlohn eintragen. Bezahlt werden bestätigte Ist-Minuten plus aus dem Arbeitszeitmodell abgeleitete bezahlte Krank- und Urlaubsminuten.
provisionNur nutzen, wenn der Grundwert/Provision im hinterlegten Konzept korrekt abgebildet ist; zusätzliche Provisionen besser als eigene Lohnart.
sonstigeNur für bewusst abweichende Grundentgeltmodelle. Systemprüfung und Vorschau kontrollieren.
WochenstundenVertragliche Wochenarbeitszeit; für Plausibilität und Arbeitszeitbezug.
Regelmäßiges MonatsentgeltWichtig für Beschäftigungsbeurteilungen, insbesondere Mini-/Midijob.
09

Steuerdaten - Feld für Feld

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
SteuerklasseI bis VI entsprechend den gültigen ELStAM bzw. zulässigen Ersatzmerkmalen.
KinderfreibetragWert aus ELStAM; nicht mit der Zahl der PV-Kinder verwechseln.
Steuer-IDElfstellige Identifikationsnummer. Die Systemprüfung kontrolliert das Format.
KirchensteuermerkmalKirchensteuermerkmal entsprechend ELStAM.
Kirchensteuersatz %Nur passend zum Bundesland und tatsächlichen Merkmal verwenden.
Freibetrag JahrJahresfreibetrag aus den Lohnsteuermerkmalen.
Hinzurechnungsbetrag JahrJahres-Hinzurechnungsbetrag, soweit vorhanden.
FaktorverfahrenBei Steuerklasse IV mit Faktor aktivieren, wenn die Voraussetzungen vorliegen.
Lohnsteuer-FaktorDen gültigen Faktor aus ELStAM eintragen.

Die Lohnsteuerberechnung 2026 basiert im Rechenkern auf dem amtlichen BMF-Programmablaufplan. Die Systemprüfung verhindert die Festschreibung bei fehlenden Pflichtdaten.

10

Sozialversicherung - Feld für Feld

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
SV-NummerSozialversicherungsnummer des Mitarbeiters.
KrankenkasseName der zuständigen Einzugsstelle.
Kassen-BetriebsnummerAchtstellige Betriebsnummer der Krankenkasse/Einzugsstelle.
KV-Artgesetzlich pflicht, gesetzlich freiwillig, privat, familienversichert oder keine - nur passend zum echten Versicherungsstatus.
KV-Beitragssatzallgemein, ermäßigt oder kein Satz gemäß Beschäftigung/Anspruch.
Zusatzbeitrag %Individueller Zusatzbeitrag der Krankenkasse, nicht pauschal raten.
U1-Satz %Gewählter Umlagesatz U1 der Krankenkasse, soweit der Arbeitgeber teilnimmt.
U1-Erstattung %Erstattungssatz des gewählten U1-Tarifs. Wird für AAG-Entwürfe benötigt.
U2-Satz %Umlagesatz U2.
U2-Erstattung %Erstattungssatz für den jeweiligen U2-Fall/Tarif, soweit anwendbar.
PersonengruppenschlüsselDreistelliger Schlüssel für das Meldewesen.
BeitragsgruppenschlüsselVierstelliger Schlüssel für KV/RV/AV/PV.
TätigkeitsschlüsselNeunstelliger Tätigkeitsschlüssel.
StaatsangehörigkeitsschlüsselDreistelliger Schlüssel für DEÜV.
MehrfachbeschäftigungAktivieren, wenn tatsächlich mehrere Beschäftigungen parallel bestehen.
RV-befreitNur bei tatsächlicher Befreiung markieren.
HauptbeschäftigungKennzeichnung für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung.
Hauptarbeitgeber ELStAMKennzeichnung für die ELStAM-Anmeldung.
11

Pflegeversicherung und Kinder

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
Kinder gesamtGesamtzahl der berücksichtigten Kinder für die gespeicherten Stammdaten.
Kinder unter 25Für den PV-Abschlag relevante Kinder unter 25.
KinderlosenzuschlagNur aktivieren, wenn der Zuschlag tatsächlich anfällt.
PV-Zuschlag befreitMarkieren, wenn der Mitarbeiter vom Kinderlosenzuschlag befreit ist.

Diese Werte sind nicht identisch mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag. Steuer und Pflegeversicherung verwenden unterschiedliche Merkmale.

12

Minijob vollständig einrichten

  1. Beschäftigungsart minijob wählen.
  2. Regelmäßiges Monatsentgelt und Minijob Jahresverdienst realistisch erfassen.
  3. Krankenkasse/Versicherungsstatus und RV-Befreiung korrekt hinterlegen.
  4. Minijob Pauschsteuer nur aktivieren, wenn die 2-%-Pauschsteuer tatsächlich angewendet werden soll.
  5. Pauschsteuer AN tragen nur markieren, wenn sie zulässig auf den Arbeitnehmer abgewälzt wird.
  6. Einmalzahlungen nicht einfach in Monatslohn umbenennen. Sie werden separat als sonstiger Bezug behandelt.
  7. Bei Grenzüberschreitungen Vorschau und Systemhinweise prüfen.

Stand 2026: Die Minijob-Grenze beträgt 603 EUR monatlich. Vorhersehbare Einmalzahlungen gehören zur Beurteilung des regelmäßigen Verdienstes.

13

Midijob / Übergangsbereich

Beschäftigungsart midijob wählen und das regelmäßige Monatsentgelt korrekt hinterlegen. 2026 liegt der Übergangsbereich grundsätzlich zwischen 603,01 EUR und 2.000 EUR monatlich. InvoMaster berechnet die beitragspflichtigen Bemessungsgrößen nach dem 2026-Regelwerk. Einmalzahlungen werden getrennt geprüft.

  • Nicht nur den aktuellen Auszahlungsmonat betrachten, sondern das regelmäßige Entgelt.
  • Mehrfachbeschäftigung und Sonderzahlungen können die Beurteilung verändern.
  • Bei einer Einmalzahlung, die den laufenden Monat verändert, die Hinweise in der Abrechnung beachten.
14

Private Kranken- und Pflegeversicherung

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
Private KVTatsächlicher monatlicher PKV-Beitrag.
Private PVTatsächlicher monatlicher privater Pflegepflicht-Beitrag.
PKV/PPV BasisbeitragSteuerlich maßgeblicher Basisanteil, soweit erforderlich.
PKV-Zuschuss auszahlenAktivieren, wenn der berechnete Arbeitgeberzuschuss mit der Abrechnung ausgezahlt werden soll.

InvoMaster begrenzt den Arbeitgeberzuschuss. Die Werte dürfen nicht aus einem frei geschätzten Gesamtversicherungsbetrag abgeleitet werden.

15

Kurzfristige Beschäftigung - vollständige Prüfschritte

  1. Beschäftigungsart kurzfristig wählen.
  2. Zeitgrenze inkl. Vorbeschäftigungen geprüft erst markieren, wenn die bisherigen kurzfristigen Beschäftigungen des Kalenderjahres berücksichtigt wurden.
  3. Berufsmäßigkeit geprüft dokumentieren. Wenn die Beschäftigung tatsächlich berufsmäßig ist, zusätzlich Beschäftigung ist berufsmäßig markieren; InvoMaster blockiert dann die kurzfristige Abrechnung.
  4. Vorherige kurzfristige Arbeitstage eintragen.
  5. Steuerart wählen: individuell, 25 % pauschal oder - nur bei erfüllten Voraussetzungen - 5 % Land-/Forstwirtschaft.
  6. Für 25 % pauschal die 18-Arbeitstage-Prüfung dokumentieren, durchschnittlichen Tageslohn und Stundenlohn pflegen und eine weitere Beschäftigung beim selben Arbeitgeber korrekt kennzeichnen.
  7. Unvorhersehbaren Sofortbedarf nur markieren, wenn er tatsächlich vorliegt.
  8. Für 5 % Land-/Forstwirtschaft müssen Arbeitgeber und Voraussetzungen entsprechend gekennzeichnet sein.
  9. Pauschalen Kirchensteuersatz nur entsprechend der tatsächlichen pauschalen Kirchensteuerregel anwenden.
Systemgrenze: InvoMaster lässt eine als berufsmäßig beurteilte Beschäftigung nicht als kurzfristige Beschäftigung durchlaufen.
16

Bankdaten für die Auszahlung

Feld / AuswahlBedeutung / was einzutragen ist
IBANKonto für den Nettolohn. Die Zahlungslogik bevorzugt den versionierten Lohnstamm.
BICSoweit für den Zahlungsweg erforderlich.
KontoinhaberKontoinhaber für die Zahlungsliste.

Fehlende IBAN ist mindestens eine Warnung. Vor dem tatsächlichen Zahlungsverkehr muss die Bankverbindung geprüft werden.

17

Wiederkehrende Lohnarten anlegen

Unter jedem Mitarbeiter befindet sich Wiederkehrende Lohnarten. Hier werden regelmäßig wiederkehrende Zulagen, Zuschläge, Abzüge oder sonstige Bestandteile zugeordnet.

  1. Lohnart auswählen.
  2. Gültig-ab-Datum setzen.
  3. Je nach Lohnart Betrag, Satz oder Prozent eintragen.
  4. Mengenquelle wählen: fester Wert, Ist-Stunden, Überstunden, Krankstunden oder Urlaubsstunden.
  5. „Hinzufügen“ wählen.
  6. Bei Ende einer Lohnart Gültigkeit beenden bzw. Zuordnung entfernen; historische Abrechnungen bleiben bestehen.
MengenquelleWirkung
fester WertDer hinterlegte Betrag/Prozentsatz wird ohne Zeitmenge verwendet.
Ist-StundenMenge kommt aus bestätigten Ist-Minuten.
ÜberstundenMenge kommt aus ermittelten Überstunden.
KrankstundenMenge kommt aus den geplanten Sollstunden bestätigter Krankheit.
UrlaubsstundenMenge kommt aus den geplanten Sollstunden bestätigten Urlaubs.
18

Arbeitszeitdaten für die Lohnabrechnung

Arbeitszeiten werden weiterhin im Mitarbeiter-/Zeitbereich gepflegt. Die Lohnabrechnung liest sie nur aus.

  • Nur bestätigte bzw. abrechenbare Zeitdaten dürfen als Grundlage verwendet werden.
  • Stundenlohn: bestätigte Ist-Zeit bildet die Arbeitsleistung.
  • Bestätigte Krankheit und Urlaub liefern zusätzlich bezahlte Sollminuten aus dem individuellen Arbeitszeitmodell.
  • Überlappen bestätigte Arbeitszeit und Krankheit/Urlaub am selben Tag, blockiert die Produktionsprüfung, damit kein Stundenlohn doppelt bezahlt wird.
  • Fehlende oder ungeprüfte Zeiten vor dem Lohnlauf im Mitarbeiter-Modul klären.
19

Urlaub und Krankheit

  1. Urlaub/Krankmeldung im Mitarbeiter-Modul bzw. über die Mitarbeiter-App erfassen.
  2. Chef/Verwaltung prüft den Vorgang.
  3. Nur der fachlich bestätigte Zeitraum darf in den Lohnmonat einfließen.
  4. Bei Stundenlohn berechnet InvoMaster die bezahlten Stunden aus dem individuellen Sollplan.
  5. Bei eAU-fähigen Krankheitsfällen erzeugt das Meldewesen eine vorbereitete eAU-Anfrage, sobald die erforderlichen Daten vorhanden sind.
  6. Nach eAU-Rückmeldung werden die gespeicherten Rückmeldedaten dem Vorgang zugeordnet.
20

Beitragsfreie bzw. besondere Unterbrechungen

Unter Abrechnung können Unterbrechungen für den Mitarbeiter erfasst werden, zum Beispiel Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Elternzeit, unbezahlter Urlaub oder weitere im Modul angebotene Arten.

  1. Mitarbeiter wählen.
  2. Art der Unterbrechung auswählen.
  3. Datum von und bis eintragen.
  4. Nur bestätigen, wenn der Zeitraum tatsächlich feststeht.
  5. Speichern.
  6. Danach Vorschau neu berechnen, weil sich SV-Tage, Teilmonat und ggf. Meldungen ändern können.
21

Lohnperiode anlegen

  1. Zu Perioden wechseln.
  2. Gewünschten Monat/Jahr anlegen bzw. auswählen.
  3. Kontrollieren, ob Eintritt/Austritt und Stammdaten für diesen Monat gültig sind.
  4. „Vorschau aufbauen“ starten.
  5. Danach in Abrechnung wechseln.

Eine Periode durchläuft sinngemäß Vorbereitung, Prüfung und Festschreibung. Eine festgeschriebene Periode wird nicht einfach erneut überschrieben.

22

Abrechnungsvorschau aufbauen und lesen

Die Vorschau ermittelt je Mitarbeiter Grundbrutto, laufende Lohnarten, sonstige Bezüge, Steuer, Sozialversicherung, Netto, Auszahlungsbetrag und Arbeitgeberkosten.

  1. Periode auswählen.
  2. „Neu prüfen“ bzw. Vorschau aufbauen ausführen.
  3. Jeden Mitarbeiter auf Fehler/Warnungen prüfen.
  4. Brutto mit Vertrag/Zeitdaten vergleichen.
  5. Lohnsteuer/Soli/Kirchensteuer prüfen.
  6. AN- und AG-Anteile der Sozialversicherung prüfen.
  7. Netto und Auszahlungsbetrag prüfen.
  8. Arbeitgeberkosten prüfen.
  9. Erst danach manuelle Sonderpositionen oder Vorträge ergänzen.
23

Manuelle Lohnpositionen und Einmalzahlungen

In der Abrechnung können zusätzliche Positionen hinzugefügt werden. Für Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Prämien, Tantiemen und andere echte Einmalzahlungen muss die passende Lohnart/Behandlung verwendet werden.

  1. Mitarbeiter und Lohnart auswählen.
  2. Bezeichnung nur ergänzen, wenn sie die Lohnart sinnvoll konkretisiert.
  3. Betrag/Satz/Prozent und ggf. Menge eintragen.
  4. Bei sonstigem Bezug das tatsächliche Zuflussdatum eintragen.
  5. Position speichern.
  6. Vorschau erneut rechnen.
  7. Prüfen, ob Märzklausel, anteilige Jahres-BBG oder Mini-/Midijob-Hinweise erscheinen.
Märzklausel: Erkennt InvoMaster im 1. Quartal eine Konstellation, die eine Vorjahreszuordnung benötigt, bleibt die Festschreibung blockiert, bis der Fall fachlich korrekt geklärt ist.
24

Vortragswerte bei unterjährigem Start / Systemwechsel

Wenn InvoMaster nicht seit 1. Januar die Lohnabrechnung führt, benötigt das System Vortragswerte für Jahresberechnungen und Einmalzahlungen.

  1. Mitarbeiter und Abrechnungsjahr wählen.
  2. Werte bis zum letzten bereits extern abgerechneten Monat erfassen.
  3. Laufendes Steuerbrutto eintragen.
  4. Bereits abgerechnete sonstige Bezüge eintragen.
  5. Bereits vorhandene Sozialversicherungstage eintragen.
  6. Beitragsbemessungswerte KV/PV und RV/AV entsprechend dem bisherigen Abrechnungsstand eintragen.
  7. „Vortrag speichern“.
  8. Danach Vorschau erneut rechnen.
25

Eintritt, Austritt und Teilmonatsberechnung

Bei Monatsgehalt kürzt InvoMaster einen Teilmonat nach der im Arbeitgeberprofil gewählten Methode.

MethodeWirkung
30stelTeilmonatsfaktor auf Basis der 30stel-Methode.
KalendertageVerhältnis bezahlter Kalendertage zu Kalendertagen der Periode.
ArbeitstageVerhältnis bezahlter geplanter Arbeitstage zu geplanten Arbeitstagen.

Eintritt, Austritt und bestätigte unbezahlte Unterbrechungen begrenzen den bezahlten Zeitraum. Nach jeder Änderung neu rechnen.

26

Systemprüfung - vor jedem ersten Produktivlauf

Pfad: Lohnabrechnung -> Systemprüfung. Die Prüfung ist die wichtigste Sicherheitsstufe vor der Festschreibung.

  • Prüft, ob alle erforderlichen Lohntabellen vorhanden sind.
  • Prüft bei allen api_lohn_-Tabellen system_kunde_id für Mandantentrennung/Backup.
  • Prüft das 2026-Regelwerk und zentrale Rechenwerte.
  • Prüft Arbeitgeberstammdaten und Betriebsnummern.
  • Prüft Mitarbeiter auf Steuer-ID, SV-Daten, Krankenkasse, Zusatzbeitrag, Umlagen, Schlüssel, Entgelt und Sonderfälle.
  • Prüft die fünf benötigten Lohn-/Verbindlichkeitskonten der Buchhaltung.
  • Prüft offene Abrechnungsfehler/Warnungen.
  • Prüft ungeklärte Zeit-/Abwesenheitsdaten.
  • Prüft Überschneidungen von Arbeitszeit und Urlaub/Krankheit.
  • Prüft offene Märzklausel-Konstellationen.
  • Nach Festschreibung prüft sie zusätzlich Dokumente und Buchhaltungsübergabe.

Regel: „Blockiert“ muss vor der Festschreibung auf 0 stehen. Warnungen müssen fachlich gelesen werden.

27

Monat festschreiben

  1. Vorschau vollständig prüfen.
  2. Systemprüfung ausführen.
  3. Alle blockierenden Fehler beseitigen.
  4. Warnungen lesen und - soweit die Maske dies verlangt - bestätigen.
  5. „Monat festschreiben“ wählen.
  6. InvoMaster sperrt die aktuelle Abrechnung fachlich und erzeugt die Abschlussverarbeitung.
  7. Danach PDF, Lohnjournal, Zahlungsdaten, Buchhaltung und Meldedaten kontrollieren.
Nicht festschreiben, solange noch ungeklärte Daten vorliegen. Eine Festschreibung ist ein Abschluss, keine Vorschau.
28

Korrektur einer bereits abgerechneten Periode

  1. Festgeschriebene Periode öffnen.
  2. „Korrektur starten“ wählen.
  3. Korrekturgrund vollständig eintragen.
  4. Die neue Korrekturfolge bearbeiten; die alte Abrechnung bleibt nachvollziehbar bestehen.
  5. Stammdaten/Positionen nur mit dem fachlich richtigen Gültigkeits- bzw. Zuflussdatum ändern.
  6. Neu berechnen und Systemprüfung ausführen.
  7. Korrektur festschreiben.
  8. Geänderte Buchhaltung, Zahlungen und Meldungen prüfen.
29

PDF-Lohnabrechnung und Lohnjournal

Beim Abschluss erzeugt InvoMaster Mitarbeiterabrechnungen und ein Lohnjournal. Dokumente werden mit Prüfsumme gespeichert.

  • Jeder Mitarbeiter erhält eine Abrechnung aus den festgeschriebenen Werten.
  • Das Lohnjournal fasst die Periode für den Betrieb zusammen.
  • Dokumente gehören zur festgeschriebenen Periode und dürfen nicht nachträglich still verändert werden.
  • Nach dem Lauf stichprobenartig Brutto, Abzüge, Netto und Arbeitgeberkosten mit der Bildschirmabrechnung vergleichen.
30

Zahlungslisten und Auszahlung

  • Nettozahlungen werden je Mitarbeiter aus dem festgeschriebenen Auszahlungsbetrag vorbereitet.
  • Die Bankverbindung wird bevorzugt aus dem versionierten Lohnstamm gelesen.
  • Zusätzlich werden Zahlungen an Finanzamt und Einzugsstellen aus den Abrechnungswerten vorbereitet.
  • Vor dem tatsächlichen Bankauftrag Empfänger, IBAN, Betrag und Fälligkeit prüfen.
  • Eine Änderung der Bankverbindung nach Festschreibung darf den historischen Abrechnungssatz nicht unbemerkt verändern.
31

Automatische Buchhaltungsübergabe

Für die Lohnbuchhaltung benötigt InvoMaster bestätigte Konten für Lohn/Gehalt, Personalnebenkosten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern, Finanzamt und Sozialversicherung.

  1. In Buchhaltung -> Finanzkonten die vorgeschlagenen Lohnkonten einmal prüfen und bestätigen.
  2. Lohnperiode festschreiben.
  3. Abschlussverarbeitung erzeugt den Buchhaltungsjournalbezug.
  4. Prüfen, ob der Buchhaltungsstatus „übergeben“ ist.
  5. Bei unbekannt kontierten Netto-Bezügen/Abzügen wird die automatische Fibu-Übergabe blockiert, statt ein falsches Konto zu raten.
  6. Nach Korrektur kann „Abschlussverarbeitung erneut ausführen“ verwendet werden.
32

DEÜV - was InvoMaster vorbereitet

Im Meldewesen werden DEÜV-Ereignisse und Fachdatensätze aus Mitarbeiter- und Periodendaten aufgebaut. Geprüft werden unter anderem Betriebsnummer, Krankenkassen-Betriebsnummer, Versicherungsnummer, Personengruppe, Beitragsgruppe und Tätigkeitsschlüssel.

  • Typische Gründe wie Anmeldung, Abmeldung und Jahresmeldung werden als Ereignisse vorbereitet.
  • Unvollständige Datensätze bleiben gesperrt.
  • Bereite Datensätze erhalten Kennung, Fachstand und Prüfsumme.
  • Der amtliche Versand ist erst über einen zugelassenen/systemgeprüften Übertragungsweg zulässig.
33

ELStAM - Anmeldung und Merkmale

  • Für aktive Mitarbeiter werden fehlende ELStAM-Anmeldevorgänge vorbereitet.
  • Steuer-ID, Geburtsdatum und Beschäftigungsbeginn müssen vorhanden sein.
  • Rückgemeldete Merkmale werden mit Gültig-von-Datum historisiert.
  • Steuerklasse, Faktor, Kinderfreibetrag, Kirchensteuermerkmal, Freibetrag und Hinzurechnungsbetrag werden in den gültigen Lohnstamm übernommen.
  • Bei Änderungen nie alte Monate rückwirkend umdeuten; die Gültigkeit entscheidet.
34

eAU - Krankheit und Rückmeldungen

  1. Bestätigte Krank-Abwesenheit muss im Mitarbeiterbereich vorhanden sein.
  2. Krankenkassen-Betriebsnummer muss im Lohnstamm vorhanden sein.
  3. InvoMaster bereitet eine eAU-Anfrage vor.
  4. Rückmeldungen werden mit Kennzeichen, Zeitraum und weiteren gelieferten Merkmalen gespeichert.
  5. Zwischenmeldungen bleiben offen und erhalten einen nächsten Prüftermin.
  6. Abschließende Rückmeldungen können den AU-Zeitraum ergänzen.
35

Lohnsteuer-Anmeldung

Nach festgeschriebenen Abrechnungen aggregiert InvoMaster Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Pauschsteuer entsprechend dem im Arbeitgeberprofil eingestellten Anmeldungszeitraum.

  1. Anmeldungszeitraum in Einstellungen korrekt setzen.
  2. Monate festschreiben.
  3. Im Meldewesen die erzeugte Lohnsteuer-Anmeldung prüfen.
  4. Summen mit Lohnjournal/Buchhaltung abgleichen.
  5. Elektronische Übermittlung erst über den vorgesehenen ELSTER-/Übertragungsweg produktiv freigeben.
36

Beitragsnachweise

InvoMaster fasst die Sozialversicherungsbeiträge nach Einzugsstelle zusammen. Angezeigt werden unter anderem KV, PV, RV, AV, U1/U2 und Gesamtbetrag.

  • Krankenkassen-Betriebsnummer und individuelle Sätze müssen im Mitarbeiterstamm korrekt sein.
  • Nach jeder Korrektur des Monats Beitragsnachweise neu prüfen.
  • Gesamtbeträge mit Zahlungslisten und Lohnjournal abgleichen.
  • Versandstatus ohne zugelassenen Übertragungsweg nicht als amtlich gesendet behandeln.
37

AAG U1/U2 - Erstattungsfälle

Bestätigte Krankheitsfälle können nach Festschreibung automatisch als U1-Entwurf vorbereitet werden. Dafür benötigt InvoMaster den U1-Erstattungssatz der Krankenkasse. U2-Fälle werden entsprechend ihrer tatsächlichen Fallart erfasst.

  • Erstattungssatz im Lohnstamm pflegen.
  • Krankheit/Mutterschaft/Beschäftigungsverbot fachlich korrekt erfassen.
  • Automatisch erzeugten Antrag als Entwurf prüfen.
  • Fortgezahltes Brutto, Arbeitgeberanteile, Zeitraum und Erstattungssatz kontrollieren.
  • Erst danach für den späteren amtlichen Übertragungsweg freigeben.
38

EEL / Entgeltersatzleistungen

Bestätigte Unterbrechungen wie Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Verletztengeld und Übergangsgeld werden erkannt und als EEL-Entwurf vorbereitet.

  • Unterbrechung mit richtigem Zeitraum bestätigen.
  • Krankenkassen-Betriebsnummer muss vorhanden sein.
  • Regelentgelt und Netto-Vorschlagswerte prüfen.
  • Der Entwurf bleibt bewusst prüfpflichtig; das EEL-Regelwerk enthält fallabhängige Detailanforderungen.
  • Erst nach fachlicher Prüfung darf der Datensatz in einen zugelassenen Versandweg.
39

Jahresabschluss Lohn

  1. Kalenderjahr im Bereich Jahresabschluss wählen.
  2. „Jahresabschluss neu aufbauen“ starten.
  3. InvoMaster prüft, ob für jeden tatsächlichen Beschäftigungsmonat festgeschriebene Lohnkontowerte vorhanden sind.
  4. Fehlende Monate werden konkret mit Mitarbeiter/Monat angezeigt.
  5. Lohnsteuerbescheinigungen prüfen.
  6. UV-Jahresmeldungen prüfen.
  7. Erst bei Status „bereit“ den Jahresabschluss festschreiben.
  8. Nach Korrekturen den Jahresabschluss erneut aufbauen.
40

Lohnsteuerbescheinigung

  • Erzeugt wird sie aus den festgeschriebenen Jahres-Lohnkontowerten.
  • Steuer-ID muss gültig vorhanden sein.
  • Beschäftigungszeitraum, Bruttoarbeitslohn, Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer sowie Arbeitnehmeranteile werden zusammengeführt.
  • Fehlende Pflichtdaten halten die Bescheinigung im Entwurf.
  • Elektronische Übermittlung erst über den dafür vorgesehenen ELSTER-/amtlichen Weg.
41

UV-Jahresmeldung

  • Abgabegrund 92 wird für die UV-Jahresmeldung verwendet.
  • UV-Betriebsnummer und 15-stellige Unternehmensnummer müssen im Arbeitgeberprofil vorhanden sein.
  • Gefahrtarifstelle bzw. zulässiger UV-Grund muss je Mitarbeiter passen.
  • UV-Entgelt wird aus den festgeschriebenen Lohnwerten aufgebaut.
  • Unvollständige UV-Daten verhindern den Status „bereit“.
42

euBP-Vorbereitung

Im Jahresabschluss kann ein Zeitraum für die euBP-Vorbereitung gewählt werden. InvoMaster prüft dabei, ob Entgeltabrechnungen und Finanzbuchhaltungsjournale für den Zeitraum vorhanden sind.

  1. Von-/Bis-Datum setzen.
  2. „euBP-Paket prüfen“ wählen.
  3. Anzahl Mitarbeiter, Abrechnungen und Journale prüfen.
  4. Fehlende Fibu-Daten vor einem späteren Export klären.
  5. Die Vorbereitung ersetzt nicht die amtliche euBP-Übertragung.
43

Monatlicher Standardablauf - vollständige Checkliste

  1. Neue Mitarbeiter/Eintritte/Austritte im Mitarbeiter-Modul prüfen.
  2. Arbeitszeitmodelle und bestätigte Zeiten prüfen.
  3. Urlaub/Krankheit und Unterbrechungen prüfen.
  4. Änderungen bei Gehalt, Stundenlohn, Steuer, Krankenkasse, Zusatzbeitrag, Kindern oder Bankdaten mit richtigem Gültig-ab-Datum speichern.
  5. Wiederkehrende Lohnarten prüfen.
  6. Lohnperiode öffnen/anlegen.
  7. Vorschau aufbauen.
  8. Manuelle Positionen/Einmalzahlungen ergänzen.
  9. Vortragswerte nur bei Systemwechsel/unterjährigem Einstieg prüfen.
  10. Vorschau neu rechnen.
  11. Systemprüfung starten.
  12. Alle Blocker beseitigen.
  13. Warnungen fachlich prüfen.
  14. Brutto/Steuer/SV/Netto/AG-Kosten stichprobenartig kontrollieren.
  15. Monat festschreiben.
  16. PDF-Abrechnungen und Lohnjournal kontrollieren.
  17. Zahlungsliste kontrollieren.
  18. Buchhaltungsstatus prüfen.
  19. Lohnsteuer-Anmeldung und Beitragsnachweise prüfen.
  20. DEÜV/eAU/AAG/EEL-Entwürfe bzw. Ereignisse prüfen.
  21. Erst danach den Monat betrieblich als erledigt markieren.
44

Jahreswechsel - vollständige Checkliste

  1. Dezember vollständig festschreiben.
  2. Alle Korrekturen des Jahres abschließen.
  3. Jahreslohnkonten auf Vollständigkeit prüfen.
  4. Jahresabschluss neu aufbauen.
  5. Lohnsteuerbescheinigungen prüfen.
  6. UV-Jahresmeldungen prüfen.
  7. Jahresabschluss festschreiben.
  8. euBP-/Prüfunterlagen bei Bedarf vorbereiten.
  9. Neue Jahresregelwerke/Beitragswerte vor dem ersten Januar-Lauf prüfen.
  10. Änderungen bei Minijobgrenze, BBG, Beitragssätzen, Krankenkassen-Zusatzbeiträgen und Steuer-PAP nicht aus Vorjahreswerten fortschreiben.
45

Typische Fehler und was zu tun ist

FehlerbildVorgehen
Systemprüfung blockiertMeldung lesen, fehlendes Feld im Arbeitgeber-/Mitarbeiterstamm oder in Zeitdaten beheben, danach neu prüfen.
Keine AbrechnungPeriode/Vorschau neu aufbauen; Beschäftigungszeitraum und gültigen Lohnstamm prüfen.
Grundentgelt 0Abrechnungsart sowie Monatsgehalt/Stundenlohn und Zeitdaten prüfen.
Falsches NettoNicht manuell überschreiben. Steuer-/SV-Stammdaten, Lohnarten und Sonderpositionen prüfen und neu rechnen.
Märzklausel offenNicht festschreiben; Vorjahreszuordnung fachlich klären.
Buchhaltung nicht übergebenLohnkonten bestätigen bzw. nicht kontierte Netto-Positionen klären, dann Abschlussverarbeitung erneut ausführen.
DEÜV gesperrtBetriebsnummer, Kasse, SV-Nummer, Personengruppe, Beitragsgruppe und Tätigkeitsschlüssel kontrollieren.
eAU bleibt offenZwischenmeldung/Prüftermin beachten; nicht künstlich abschließen.
Jahresabschluss bleibt PrüfungAufgelistete fehlende Beschäftigungsmonate korrigieren/festschreiben.
46

Empfohlene Abnahmetests vor dem ersten echten Lohnlauf

  1. Monatsgehalt ohne Sonderfall.
  2. Stundenlohn mit bestätigten Ist-Stunden.
  3. Stundenlohn mit einem Urlaubstag.
  4. Stundenlohn mit Krankheit.
  5. Eintritt mitten im Monat.
  6. Austritt mitten im Monat.
  7. Minijob mit regulärem Verdienst.
  8. Midijob im Übergangsbereich.
  9. Einmalzahlung/Prämie.
  10. Private Krankenversicherung.
  11. Unbezahlte Unterbrechung.
  12. Korrektur einer festgeschriebenen Abrechnung.
  13. DEÜV-Datensatz mit vollständigen Schlüsseln.
  14. eAU-Krankheitsfall.
  15. Jahresabschluss mit vollständigen zwölf bzw. tatsächlichen Beschäftigungsmonaten.

Bei jedem Test nicht nur das Netto ansehen: Grundbrutto, Steuer, SV, PDF, Zahlung, Buchhaltung und Meldestatus mitprüfen.

47

Fachstand 2026 und Grenzen der Automatik

Der Lohnkern ist für den Release-Stand 2026 gebaut. Die Lohnsteuer folgt dem amtlichen BMF-Programmablaufplan 2026. Sozialversicherungs- und Beschäftigungsgrenzen sind versioniert. 2026 beträgt die Minijob-Grenze 603 EUR; der Midijob-Übergangsbereich beginnt bei 603,01 EUR und endet bei 2.000 EUR. Kurzfristige Beschäftigung ist grundsätzlich auf drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt; für landwirtschaftliche Betriebe gelten 2026 15 Wochen bzw. 90 Arbeitstage.

Release-Regel: Vor jedem neuen Kalenderjahr müssen PAP, Rechengrößen, Beitragssätze, Grenzwerte und Datensatz-Fachstände geprüft und als neues Regelwerk veröffentlicht werden.